Wählt links! (01.02.2025)
Aufruf eines parteilosen Wählers. Ohne die sozialistische Linke dient das postkoloniale westliche Modell einer bürgerlichen Demokratie auf Dauer nur dem Schutz der Interessen der allein am Geldwert orientierten Nutznießer des Kapitalismus.
- Die Linke hält die Leine, an der das soziale Gewissen der SPD, die christlichen Gemeinschaftswerte der Konservativen, der Traum der Grünen von einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Erde und das liberale Ideal der gleichen Freiheit für alle sich fest machen.
- Sie hat verstanden, dass ohne Gleichheit, Freiheit und Sicherheit keine Gerechtigkeit, Brüder- und Schwesterlichkeit oder Umweltschutz möglich sind.
- Ihre Eigentumsbegriff schützt nicht nur eine effiziente Akkumulation von Reichtum, sondern auch die Nutzungs- und Lebensrechte der Mieter, Verbraucher, Arbeitnehmer und Schuldner aller Staaten vor den Schäden der Bereicherung.
- Das Schicksal der Schwächsten ist der Gradmesser für die Güte des Ganzen.
- Ihr Humanismus ist historisch informiert und politisch international. Die Kriegsgefahren, die die Macht der einzelnen im Kapitalismus, die Macht der Gemeinschaften in autoritär wie religiös regierten Gesellschaften und schließlich die Arroganz der Intelligenz heraufbeschwören, finden hier ihre Grenzen im Recht auf Leben in Würde für alle.
- Der Zersplitterung dieser Forderungen durch Personalisierung und Führungspersönlichkeiten, durch Unterordnung unter Gemeinschaftsziele und durch die Legitimation des Besitzes muss entgegengewirkt werden.
- Links sein bedeutet
- international sein, um die nationalen Identitäten zu schützen,
- sozial, um Freiheit und Gleichheit für alle erfahrbar zu machen,
- kapitalismuskritisch, um die Früchte des Strebens nach Geldgewinn allen zugute kommen zu lassen,
- human, um nach dem Versagen gegenüber der Natur den Menschen selber vor KI getriebener Industrialisierung und Kommerzialisierung zu schützen,
Die Linke gibt nicht nur negative Antworten zu den Kernfragen (25.2.2025)
- Sie gibt klare Antworten zu den wichtigen Fragen:
- Frieden schaffen ohne Waffen!
- Soziale Gerechtigkeit ist in die Nutzung von Kapital integriert.
- Kollektive Konsummöglichkeiten, wo individueller Nutzen unproduktiv ist.
- Sicherheit durch Solidarität statt post-koloniale Vertreibung und Ausgrenzung
- Umwelt- und Klimaschutz als Menschenrecht statt als Privileg derer, die es sich leisten können.
- Sie kümmert sich um die unmittelbaren Probleme der Menschen mehr als um die Karrieren ihrer FunktionärInnen.
- Sie ist an der Haustür fassbar und hört zu
- Sie hat in der eigenen Struktur Generationen und Geschlechter sichtbar werden lassen
- Sie bekennt sich zur jüngeren deutschen Geschichte und der daraus wachsenden Verantwortung für das Bewusstsein kommender Generationen. Sie bekämpft Faschismus, Rassismus, Antikommunismus.
- Sie verfolgt eine humane Migrationspolitik, die Bedarf, Bedürfnis und Angebot so verbindet, dass die Mehrheit der Menschen sie mittragen kann. Sie arbeitet im Rahmen der UN-Verträge mit allen Ländern zusammen, die ein friedliches Zusammenwirken anstreben. Sie arbeitet darauf hin, dass gemäß den Weltklimazielen die Sonnenenergie direkt oder indirekt zur einzigen Energiequelle wird und die daraus gewonnene Energie in grünen Wasserstoff umgewandelt dort wirkt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.
Doch sie hat ein Grundproblem: wo Antworten fehlen wird als Lösung auf die Kapitalisten und die Reichen gezeigt.
- Umverteilung: Trotz der Prinzipien für eine bessere Welt scheint die Linke bei der Antwort Lenins 1902 zur selbstgestellten Frage „Was tun?“ stehen geblieben zu sein. Danach kann nur Revolution von Armut, Ausbeutung, Unterdrückung befreien. Klärt man über die Missstände kapitalistischen Handelns auf und hat ausreichende Stärke erungen, so soll der Sozialismus automatisch entstehen. Man muss nur Kapital (Enteignung), Kosten (Steuer, Gebühren), Macht (Verstaatlichung,Abwahl) umverteilen.
- Die Welt ist nicht schlecht, weil es schlechte Menschen vor allem bei den Milliardären gibt. Kapitalismus ist dann ein eignes System und nicht nur eine Methode zur Bestimmung von Handlungszielen. (Staat als Büttel; Stamokap) Reichtum misst sich dann allein am Geld. Geld ist ein passepartout. Sein Gebrauch (Konsum, Investition, Gemeinnutz, Bestechung) ist schwer steuerbar.
Literatur
Das Geld http://udoreifner.de/blog/2021/09/01/triologie-das-geld-im-springer-vs-verlag-erschienen/ (Sozialökonomische Analyse); – Der andere Vertrag http://udoreifner.de/blog/2023/08/08/der-andere-vertrag-soziale-dauerschuldverhaeltnisse-ueber-arbeit-wohnen-und-kredit/ ; Der Arbeitsvertrag als Schuldrechtsmodell, EuZA 2026, S. 32-60; Mieter kaufen gemeinsam ihr Haus https://frankfurtrights.com/Books/Details/ mieter-kaufen-gemeinsam-ihr-haus-das-modell-der-zukunft-18887756; Genossenschaftsmodell http://udoreifner.de/blog/2022/01/21/wohnraumvergesellschaftung-2022-beitrag-zur-berliner-diskussion/ ; Altersvorsorge 2026 (Bankrott; Rentenspargesetz; Wunder des Kapitalmarktes? Scheinrettung; Ausbeutung und Kapitalgewinn) (erscheint demnächst im Blog); Innovative Finanzdienstleistungen – Studienfinanzierung, genossenschaftliches Wohnen, Altersvorsorge, umgekehrte Hypothekenkredite, Bd. 11 ; Gemeinschaft und Feindschaft im Ausnahmezustand, in Bennhold, M. (Hrsg.) Spuren des Unrechts, Köln:Pahl-Rugenstein 1988. (weitere Literatur)